Mein Name ist Blauer Bär, blau ist mein Blut, teilweise. Also nicht
Blutvergiftung... sondern blau durch Vererbung. Zudem besitze ich meist
schwere, müde Augen eines Bastards, als ob das Blut doch irgendwo vergiftet
wurde. Ein unreiner Spross im Stamm.
Es ist mir ein Anliegen mittels solch poetischen Texten eine Ahnung zu
vermitteln, worum es bei mir, momentan denke ich allenfalls Borderlein
diagnostiziert, gehen könnte.
Mir ist klar, dass ein normales, gesundes Leben weit ab von dem liegt, was
ich bestreite. Die zeitweise Auseinandersetzung mit dem Wahnsinn, dem
fernabsein von Sinnesmenschlichem drängte mich in Innere Gefilde.
Ich gestehe, dass es einst ein Schwur war, auch meine Perönlichkeit
abzulegen, um aus mir selber ein Meisterwerk zu machen. Scheine ich doch keinen
rechten schwizer zu sein, wenn mich dünkt, ebenjener Schwur als Wiederstand
gegen Obrikeiten zu gebrauchen, in einer Welt wo Brüderlichkeit meist noch in
Kneipen nach dem dritten Bier zustande kommen.
Ich meinte an einem Ende angelangt zu sein, wo ich auf einer Bank sass,
neben mir ein alter Herr in grün, um zu erfahren dass dritte Person weiter
drüben sehr tief gesunken und verloren sei, werde sie die Behandlung in
geschütztem Rahmen nicht annehmen. Mir wird desweilen etwas mulmig, da ich
selber immer weder grosse Ängste lebe und mich frage, ob der Mann in grün sich
nicht ab der vorherigen wahnsinnigen Auseinandersetzung von uns zweien erfreute
und sich zwischen uns setztend sein Bestes von sich gab. Dabei fragte er mich
noch, ob ich wüsste, was seine Hunde mit meiner Tochter machen würden.
Sollte ich solch einen "Menschen" anzeigen müssen? Wer solte bloss den Mund
halten?
Einzig die Idee, dass doch Wahnsinnige eine nicht zu unterschätzende Rolle
in gesellschaftlichen Zusammenhängen spielen, stimmt mich zuversichtlich um
denjenigen Menschen eine Rolle, ein erkenbares Muster zuordnen zu dürfen.
Wissen: menschen kämpfen nicht.
Mein Wille wird stark genug sein, um dorthin zu gelangen, wo ich sein
möchte: Das Werk von Wissenden.